Herbstfreuden und winterliche Einstimmung
Trotz aller vergeblicher Hoffnung ist der Sommer dieses Jahr doch vorbei und es herbstelt immer mehr. Obwohl die Sonne noch ab und zu scheint, ist es frisch und windig. Notgedrungen stimmen wir uns schon wieder auf die kalte Jahreszeit ein und decken uns mit allerlei Teevorräten ein. Was zum Tee noch fehlt? Genau, das richtige Herbstgebäck und in ein paar Monaten die so leckeren Weihnachtsplätzchen!
In den Supermärkten kann man sie seit ein paar Wochen schon wieder kaufen: Lebkuchen, Spekulatius und Schoko-Nikoläuse. Dies führt allerdings nur dazu, dass man sich dann noch selten auf Weihnachten freuen kann und alles gar nichts mehr Besonderes ist. Im Winter kann man Ostereier kaufen und im Sommer Weihnachtsplätzchen. Viel mehr Freude macht es allerdings, wenn man sich Stück für Stück zu Christstollen und Plätzchen vortastet und bis dahin die Leckereien des Herbstes genießt. Die schmecken ja mindestens genauso gut.
Nussknabbereien, Bratäpfel und Teekannen – das ist der Herbst
Schließlich wäre es zu schade, wenn der Herbst übersprungen wird: leckere Nüsse aller Art knacken, saftige Äpfel von den Bäumen ernten und sich an den zahlreichen Ständen in deutschen Innenstädten eine Tüte heißer Maroni kaufen. Damit soll uns der Herbst auf lange Abende vor dem Kamin und kalte Winternächte langsam einstimmen und schließlich ist es doch auch schön, an einem grauen Sonntag mit einem guten Buch auf der Couch zu liegen, vor sich eine Kanne Gewürztee stehen zu haben und nachmittags mit den Kindern Bratäpfel zu machen! Das ist für alle ein Spaß und schmeckt nie besser als im Herbst.
Äpfel gibt es entweder aus dem eigenen oder aus Nachbars Garten ohnehin zuhauf und bezüglich ihrer Füllung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Jeder bekommt einen Apfel, der zuvor vom Kerngehäuse befreit wurde, vor sich und darf diesen mit allerlei Leckereien füllen: Haselnüsse, Walnüsse, verschiedene Sorten von Marmeladen, Honig, Fruchtsirup, Krokant – und für besondere Leckermäuler noch Marzipan. Danach gibt man alles auf ein Backblech und lässt die Bratäpfel im Ofen bei mittlere Hitze rund eine halbe Stunde garen. Fertig sind sie, wenn die Haut der Äpfel prall und leicht gebräunt ist. So lecker wie Bratäpfel schmecken, sollte man damit die Wochen bis Weihnachten vorerst auskommen, oder?
Langsame Vorbereitung auf Weihnachten: Plätzchen backen!
Und Ende November geht’s dann in die heiße Phase und dann kommen wirklich alle auf ihre Kosten. Es darf gebacken werden, was das Herz begehrt. Egal ob einfaches Spritzgebäck, das danach in Schokolade getaucht wird, oder aufwändigere Schichtplätzchen, die mit Marmelade oder Schokolade gefüllt werden. Lecker ist, was Nüsse und Schokolade enthält und nach Zimt und Weihnachten schmeckt. Oma’s Klassiker für Weihnachten sind Vanillekipferl, Zimtsterne und Butterplätzchen – die dürfen bei gemütlichen Adventssonntagen auf dem Plätzchenteller einfach nicht fehlen. Ansonsten gibt es in den Wintermonaten in Zeitschriften immer leckere Rezeptbeilagen mit allerlei bunten und winterlichen Gebäcken. Also bleibt uns trotz Frust über den kurzen Sommer dennoch die Vorfreude auf den Herbst und den Winter mit all ihren kulinarischen Leckereien und ihrer Gemütlichkeit!