Hamburg und München sind als Städte ziemlich gegensätzlich, doch andererseits werden sie auch durch so manch eine Gemeinsamkeit vereint.

Gegensätze ziehen sich an

Von einer Rivalität zwischen den beiden Städten zu sprechen, wäre also nun doch ein wenig arg übertrieben; klar macht man sich gelegentlich ein wenig übereinander lustig, doch letztlich ist das nicht ernst zu nehmen. Man ist halt verschieden und lässt sich in Ruhe. Andererseits ist man sich auch ein wenig ähnlich: beide Städte sind unter den Top 3 der größten Städte Deutschlands, beide haben Geld, und beide sind, streng genommen ein wenig steif. Und andererseits wiederum gemütlich. Der Stereotyp des freundlich-freudlosen Pfeffersacks aus der Hansestadt sollte ebenso bekannt sein wie der Umstand, dass man geradezu aggressiv verspottet und beinahe für verrückt erklärt wird, wenn man einmal versucht, nach Ablauf des Vormittags eine Weißwurst zu bestellen.

Warum so ein leckeres, aber eigentlich kaum frühstückstaugliches Essen nur am Morgen verdrückt werden soll, kann sich vermutlich auch nur dem Bayern erschließen, und das auch nur, weil er mit dieser Tradition aufgewachsen ist. Vielleicht hängt dies ja auch einfach mit den Kneipenöffnungszeiten zusammen. Denn während der Hanseat die ganze Nacht feiern darf, wird in Bayern der alkoholischen Betankung mittels der Sperrstunde ein Riegel vorgeschoben. Freilich wird dieses Gesetz seit 5 Jahren nicht mehr ganz so streng gehandhabt, und die Sperrstunde geht nur noch von fünf bis sechs Uhr morgens. Vorher waren bereits um ein Uhr die Schotten dicht. Und die Bayern mussten es bis dahin auch sein, zumindest wenn sie das Ziel eines Rausches verfolgten. Eine Zeit, zu der manch ein Hamburger, der spät dran ist, erst beginnt, loszuziehen. Doch es geht ja noch immer um die Wurst. Und an deren ungeschriebenen Verzehrgesetzen wird sich wohl so schnell nichts ändern, steht der Bayer so gar noch stärker als der Hamburger im Ruf des Konservatismus. Doch man muss einräumen, dass gerade München im Verhältnis zum größten Teil Bayerns eine liberale Ausnahme darstellt.

Metropolen?

München und Hamburg werden ja gerne mit dem Beiwort „Metropole“ versehen – das ist natürlich im internationalen Vergleich noch größerer Unfug als im Falle Berlins, das sich ja selbst für ein wenig zu international hält. Während sich nun Hamburg trotz größenwahnsinniger und überteuerter Projekte wie der Elbphilharmonie in vornehmem Understatement übt, gefällt sich München als kleinste der drei Städte in der Rolle. Und das macht sie ja gerade charmant, denn schließlich kommt es gerade bei der Erfüllung des Metropolversprechens um etwas, das nur mit übertieben großer Geste gehalten werden kann. Und das unterscheidet es auch letztlich vom doch immer ein wenig zu bemüht in Erscheinung tretenden Berlin, das sonst größeres Potential hätte. Überzeugen Sie sich selbst vor Ort und erkunden Sie mit Vergünstigungen durch einen Gutschein München! So etwas bekommen Sie im Internet und sparen bares Geld. Vielleicht ist bei den täglich wechselnden Angeboten von Dailydeal auch ein vergünstigter Gastronomiebesuch inklusive vergünstigter Weißwurst drin.